So soll es weitergehen

So meine lieben Freunde, der Tag hat gut begonnen und auch geendet, soviel schon mal vorne weg. Bin gestartet in Altopascio und wollte nach Funcecchio, doch es lief so gut dass ich es sogar bis in die nächste Ortschaft “ San Minato Alto “ schaffte. Die Km liefen untermeinen Schuhen weg, als wären sie von mir gemacht worden :-). Die Füsse gut gebettet in Plaster machten keine Mühe. Hatte zwischendurch einige kleiner Auf-Abstiege doch es war es wert. Heute habe ich zum erstenmal, nach all den gelaufenen Km einen Mitpilger getroffen, er kommt aus Zürich spricht deutsch und auch fliessend italienisch ( ein angenehmer Zeitgenosse). Er war schneller unterwegs und ich musste ihn ziehen lassen. So schlenderte oder lief ich in meinem gewohnten Trott weiter. Als ich plötzlich das ürsprünglich definierte Ziel durchwanderte, rief es „Hallo, Hallo, Hallo Liechtenstein, verwunderte drehte ich mich und da sass, der vorhin erwähnte Pilgerfreund ( Gabriele) und noch vier weiter Kerle. Sie sassen gemühtlich bei einem Bier und ich durfte mich sofort zu ihnen gesellen.Wir erzählten uns, eben diese Sachen die man gerne weiss um sich kennen zu lernen und hatten es gemühtlich. Nein da war noch ein fünfter, er war Kanadier, bevor ichs vergesse die ander vier waren aus der Steiermark 🙂 mein englisch reichte jedoch nicht aus um Eric, so hiess der Kanadier, den Grund seiner Reise zu erfahren. Angekommen in San Minato war eben ein Dorffest zu Gange, alles war freudlich wohl gestimmt und ich sass mit meinen neuen Freuden noch etwas zusammen. Nun bin ich im Bett und werde gleich schlafen und meine Zuversicht es zu schaffen wächst mit jedem Tag. So liebe Freunde da draussen, ich bin zuversichtlich das ich Rom erreiche, Nicht Heute und nich Morgen, doch wenn es so weiterläuft, dann schaff ich es und auch Dank eurer Unterstützung . Wir lesen uns ! LG Armin

Kann es besser gehen ?

Die heutige Etappe war sehr schön, ich konnte mich richtig freuen diesen Weg zu laufen. Wie schon geschrieben war es auf der einen Seite die gebuchte Unterkunft die auf mich wartete und zum anderen hatte ich heute ca70%der Strecke die ausgebaut war. Mit all den Wegweisern den Rastplätzen für Pilger,
man hatte wirklich das Gefühl, es ist wunderbar zu Laufen und vergass die schmerzenden Füsse. Ich genoss jeden KM und als ich ankam, musste ich nicht suchen, nein, die Unterkunft war direkt vor mir :-). Das ist die eine Seite, gibt es was negatives heute, wüsste nicht was.
Werde nun in die Apotheke mir jenes Zeug besorgen von dem ich dachte ich hätte es dabei. Aber nein,ich war ja schlauer als manch Anderer. Gut, meine Füsse hab ich versorgt und auch fotografiert ( für die Geschichtsbücher :-). ). Ich weiss noch wie mir ein Freund den Ratschlag gab, “ Deine Füsse sind alles, pass auf sie auf“ in gewisser Weise hatte er recht. Doch nun weiter, ich bin angenehm erholt und zufrieden bin bester Laune und Zuversicht, dass ich die kommende Etappe, die mich von Altopascio nach Fucecchio führt, gut überstehe. An meinen Plan in Rom anzukommen hat sich nicht geändert, wie weiss ich noch nicht, doch ich werde wenn es so weitergeht, einfach jeden Tag laufen und das Wetter zeigte sich bisher von seiner besten Seite. Auch möchte ich noch erwähnen, dass ich auch Kapellen und Kirchen besuchte. Ich zünde jedesmal drei Kerzen an. Für die Familie,die Freunde und für die Kraft; Zuversicht und die Gesundheit. Nur einmal da waren es vier Kerzen, ein guter Freund hatte einen Untersuch und ich hoffe es hat geholfen. Wie schon geschrieben werde morgen ca. 8:00 starten und wenn ich ankomme, geht es los. Was geht los-die erneute suche nach einer Unterkunft 😦 . Bin aber zuversichtlich dass es diesmal schneller klappt. Also nur weiter mit den Kommentaren, ich freue mich. Habe mir heute ein feines groosses Bier bestellt und ich habe es genossen. Denn mittlerweile sind die erst anfänglich etwas kleinen Wanderhosen, genau passend. Ich lese von euch. LG Armin

2ter schon wieder fit!!

Ja ich will, das wurde mir schon mal zum Verhängniss :-). :-). Aber nein, Spass, ich bin wohl auf und immer noch guter Dinge. Heute Morgen wusste ich, dass mich meine Füsse keine 20 und schon gar nich 30 Km tragen würden. Also musste ich, ob ich nun wollte oder nicht auf Plan ( nennen wir ihn B ) umstellen. Dank euch, die ihr so fleissig kommentiert, weiss ich, ich bin nicht alleine und man hat sogar angeboten mich zu holen, sollte es gar nicht mehr gehen“ DANKE“ . Ich werde es schaffen ich bin voller Zuversicht. Aber nun zu Plan B. Konnte mich heute Morgen zwar auf den Beinen halten, doch jeder Schritt schmerzte :-(. Ich kannte das schon und ich wusste auch dass der Schmerz nachlässt. Auch merkte ich wie schon geschrieben dass 30 Km mit einem beladenen Rucksack von ca. 14 Kg ( mit ca, 2 Litern Wasser sowie Verpflegung) zuviel sind. Genauso wollte ich die unnützen Km mit der Suche nach einer Unterkunft umgehen.
Nun zum spannenden Teil :-). Wie gings weiter? Also stand ich auf, die Gedanken an meinen Weg gerichtet und begann zu laufen, jedoch lief ich in die falsche Richtung und das war mir auch bewusst, aber wieso? Ich habe beschlossen eine kurze Tour zu machen, die allerdings auch beachtliche 12Km lang war und wollte zurück nach Fidenza oder zum nächsten Bahnhof. Dort angekommen habe ich kurzum, mir ein Bahnticket nach Lucca gekauft. Das kürz meine Strecke um ca. 100 Km.Es war mir egal, ich wollte etwas Ruhe und meine Füsse brauchten sie. Bin am späteren Nachmittag in Lucca angekommen und da war es wieder, das bekannte Problem – die Unterkunft!
Lucca ist übrigens eine sehr schöne und sehenswürdige Stadt, es ist eine Festung umgeben von Mauern und nach dem Hl. Martin benannt, deshalb trohnt auch eine übergrosse Martinsstatue vor ihren Toren. Auf jeden Fall eine Reise wert.Zurück zur Unterkunft, die mir zugesandte Pilgerunterkunts- Broschüre war bis jetzt nicht das Papier wert auf dem sie geschrieben steht :-(. Doch am zweiten Hotel wurde ich fündig, der Preis machte wiederum das Angebot. Doch für meine kommende Etappe habe ich auch schon eine Unterkunft und das erleichtert das Laufen um einiges. Werde bis auf weiteres künftig nur noch ca. 20-25 Km laufen. Wie geschrieben, auch kleine Schritte bringen dich ans Ziel. Also solltet ihr Lust haben zu kommentieren, ich sage es mal so, es ist ein Dankeschön und auch die Gewissheit, man(n) ist nicht allein.

Schon wieder fit??

Ob ich wieder fit bin, werdet ihr in diesem Teil des Blogs erfahren. Habe gestern noch meine Füsse sowie Beine behandelt. Bin zufrieden so wie es gelaufen ist, jedoch der erste Schritt heute Morgen, ähnelte einem Greiss und ich dachte“ Mein Gott“ . Jetzt erneut 30 Km laufen — nie und nimmer, komme was wolle und so machte ich mich hinter die erneute Planung des Weges. Ja, mein Ziel ist Rom, doch ist es nicht so wie ich schon verlauten liess.“ DER WEG IST DAS ZIEL“ Trotzdem verfolgte mich der Gedanke an Rom an den Petersplatz/dom, zu gerne würde ich dort ankommen :-). Ist das Ding nun gelaufen, ich kann nur sagen “ NIE UND NIMMER“ Man kommt auch mit kleinen Schritten ans Ziel :-). Werde euch heute Abend informieren wie es weiterging. Auch ich habe nun einen Plan B und bin auch gewillt einen Plan C auf zu stellen. Mehr im nächsten Artikel. Danke noch für die vielen kommentare, sie sind wie ein Dankeschön :-).

Aber noch ein Stück geht doch

Habe nun 12 Km der geplanten 20 Km hinter mir und ich kann nur sagen die Füsse schmerzen und die Lust weiterzulaufen, hält sich in Grenzen. Nichts desto trotz, will ich versuchen diese 8 Km noch zu schaffen. Jeder Schritt ist ein Horror und die kommende Etappe ist der „Passo Cisa“ Wie gesagt ich werde informieren, wie ich letztendlich voran gekommen bin.Ich bin es meinen Füssen schuldig dass sie etwas Pause haben. Aber wie gesagt das dachte ich Gestern schon und trotzdem gings immer weiter. Habe meine Etappe von letztenlich 24 Km geschafft, meine Füsse, genauso wie meine Beine werden mir das verübeln :-(. Ich werde sehen wie es Morgen ausieht und gönne mit Sicherheit meinen Füssen eine Pause. Etwas vom schwiergsten ist das finden einer Unterkunft, ich habe das viel einfacher eingeschätzt. Sollte ich Morgen einen Ruhetag einlegen, dann werde ich versuchen meine Planung anhand der verfügbaren Unterkünfte zu realisieren was ich noch spüre, dass 30-33 Km zuviel sind. Nicht dass ich die Sache überdenke, doch ich bin genervt wenn man bis zu 4 Km läuft, nur um eine Unterkunft zu finden um dann wieder abgewiesen zu werden. Wer weiss, bin ich zu anspruchsvoll? Ich denke nicht, ich hätte überall geschlafen ,wollte nur noch meine Beine strecken und behandeln. Sollte man nicht unbedingt den Klostern nachgehen, ist es auch hier eine Frage des Geldes, wie auf der ganzen Welt. Auch die Gastfreudlichkeit ,habe ich mir anders vorgestellt. Nicht daran zu denken wenn man kein italienisch spricht. Aber nichts desto trotz bin ich nicht gewillt, mein Vorhaben aufzugeben, jedoch die Ziele etwas kleiner stecken. Es spielt mir keine Rolle ob ich 20 oder 30 Km täglich laufe, wichtig dabei ist dass ich laufe. Doch als ich so in mitten den Felder stand, keine Strasse kein Auto nichts in Sicht, mich kaum noch auf den Beinen halten konnte da wurde mir klar, dass ich wirklich alleine bin. Das wollte ich ja — aber so ??? Ich weiss nicht wie, doch meine Füsse trugen mich weiter, sie suchten das Grass, die weiche, etwas nachgebende Oberfläche. Jetzt wo ich das hier schreibe bin ich zufrieden und weiss es war jeden Schritt wert. Habe natürlich auch einige Unterkünfte aufgesucht, doch viele waren geschlossen oder es gab sie nicht mehr ( schon das dritte Mal) .Bitte entschuldigt aber ich bin genervt und zu einem Teil auch selber Schuld. Werde mich nun versorgen, vor allem meine Füsse und denke voller Zuversicht an den kommenden Tag. Also werde euch auf dem laufenden halten